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Brustvergrößerung mit Eigenfett

Während die Brustvergrößerung mit Implantaten die gängige Methode zur Vergrößerung und Neuformung der Brüste darstellt, greifen immer mehr Frauen auf die Eigenfettmethode zurück. Besonders natürliche Ergebnisse in Optik und Haptik, keine körperfremden Materialien und die Kombination aus zwei körperformenden Eingriffen sind die Vorteile der Brustvergrößerung mit Eigenfett. Durch die Nutzung von Eigenfett kann eine moderate Vergrößerung der Brüste erzielt werden. Asymmetrien können ausgeglichen und die Brust im Rahmen von Brustrekonstruktionen neu geformt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die vorangehende Fettabsaugung zur Gewinnung des Eigenfetts Problemzonen korrigieren und eine schlankere Silhouette schaffen kann.

Wie läuft eine Brustvergrößerung mit Eigenfett ab?

Die Brustvergrößerung mit Eigenfett setzt sich aus zwei Eingriffen im Rahmen einer OP zusammen. Sie wird in der Regel entweder ambulant oder stationär vorgenommen und dauert etwa 1-2 Stunden. Es kann unter lokaler Betäubung mit Dämmerschlaf gearbeitet werden, in manchen Fällen empfiehlt sich jedoch auch eine Vollnarkose.

 

Zunächst wird im Zuge einer Fettabsaugung (Liposuktion) Fettgewebe aus dem eigenen Körper gewonnen. Dazu wird an Körperstellen, die über ausreichend Fettgewebe verfügen, eine Fettabsaugung mit der sogenannten Tumeszenz-Methode vorgenommen. In der Regel eignen sich hierzu mehrere Körperstellen, wie z.B. der Bauch, die Oberschenkel, der Po oder die Hüfte, da hier häufig ausreichende Fettansammlungen vorliegen.

 

Bei der Tumeszenz-Fettabsaugung wird eine große Menge Flüssigkeit bestehend aus Kochsalzlösung, Anästhetika und anderen Wirkstoffen in das Fettgewebe gespritzt. Die eingebrachte Flüssigkeit löst und verflüssigt die vorhandenen Fettzellen, sodass sie im nächsten Schritt mithilfe feiner Kanülen leicht abgesaugt werden können. Die gewonnenen Fettzellen werden gereinigt, aufbereitet und für die Injektion in die Brust vorbereitet.

 

In einem zweiten Schritt kann nun das gewonnene Eigenfett in die Brust gespritzt werden. Über kurze Stichinzisionen im Bereich der Unterbrustfalte, der lateralen Brust und/oder des Brustwarzenhofes wird das Fett mit feinen Kanülen in die Brust injiziert. Anschließend wird ein Stütz – Bh angelegt und die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist abgeschlossen.

Was muss nach einer Brustvergrößerung mit Eigenfett beachtet werden?

Nach der Behandlung muss die Patientin den speziellen Stütz-BH weitertragen. Er schont das Gewebe und unterstützt die Einheilung der Fettzellen. Der BH sollte insgesamt 4 Wochen durchgehend getragen werden. Auch im Bereich des Körpers, an dem die Fettabsaugung erfolgte, muss zur Vermeidung von Unebenheiten und Dellen Kompressionswäsche getragen werden. Zunächst sollte sich die Patientin körperlich schonen, ist aber ab dem 1. postoperativen Tag gesellschaftsfähig. In den Monaten nach der Brustvergrößerung erfolgt die Einheilung des Eigenfetts, das endgültige Resultat ist demnach erst etwa 6 – 8 Wochen nach der OP zu beurteilen.
Es ist zu beachten, dass die Einheilungsrate der Fettzellen von Patientin zu Patientin unterschiedlich hoch ausfällt und meist bei etwa 50-70% liegt. Die Ergebnisse und der Einheilungsrate sind sehr individuell und nicht jede Patientin ist für die Operation geeignet. Dies kann bei einem ausführlichen Beratungsgespräch besprochen werden.

Nach abgeschlossener Genesung kann das Resultat der OP beurteilt und wenn nötig eine erneute Eigenfettbehandlung vorgenommen werden.